Ausstellungen 2015

11.06.2015 - 08.07.2015: Chemie und Humor

Karrikatur W. Hasenpusch

Karikaturen des Chemikers Prof. Dr. Wolfgang Hasenpusch

Seit über dreißig Jahren beschäftigt sich der Siegener Hochschullehrer für „Industrielle Chemie“ Wolfgang Hasenpusch mit Karikatur- und Pressezeichnungen.
Vom 11. Juni bis 8. Juli stellt er seine Zeichnungen und Bücher in der Siegener Universitätsbibliothek aus.

Bei der Eröffnung der Ausstellung wird der Zeichner auch ein paar Worte zu seinen Arbeiten sagen. Mittlerweile sind es einige Tausend Blätter, die auch in zahlreichen Zeitschriften, Katalogen, Artikeln und Büchern erschienen sind.
Die Themen-Schwerpunkte kreisen um seinen Beruf als Betriebsleiter in der Chemischen Industrie, sein Hobby als Tauch- und Sportlehrer sowie zahlreichen weiteren Bereichen aus seinem ereignisreichen Leben.
Neben einem Lehrbuch über das Anfertigen von HUMORZEICHNUNG, eine Folge jahrelanger Dozenten-Tätigkeit an der VHS in diesem Fach, erschien bereits ein Dutzend weiterer Büchlein mit und ohne Verse.
Wolfgang Hasenpusch ist seit 1994 als ehrenamtlicher Dozent an der Universität Siegen tätig und gab bisher Vorlesungen zu 40 verschiedenen Themen, veranstaltete vom BMFT unterstützte Seminare und organisierte Exkursionen zu verschiedenen Firmen.

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28.05.2015 - 09.06.2015: Flüchtlinge in Deutschland als Akteure

Bild Grundgesetz

Im Kontext der Lehrveranstaltung "Kein Mensch ist illegal - Flüchtlingspolitische Bewegungen" wird in Kooperation mit  "Jugendliche ohne Grenzen" (JoG) im Foyer der Universitätsbibliothek eine Ausstellung zum Leben von Geflohenen in Deutschland gezeigt.
Die JoG sind eine überparteiliche, selbst organisierte Initiative, die sich deutschlandweit für Flüchtlingshilfe und -rechte einsetzt.
"Unter dem Motto: 'Flüchtlinge in Deutschland als Akteure' möchten wir als betroffene Flüchtlinge bzw. Asylbewerber mit dieser Wanderausstellung unsere Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten hier an der Uni Siegen sichtbar machen und damit auch einen Beitrag zur Demokratie leisten", erläutert Nelli Foumba Soumaoro, Bundessprecher von JoG.

Die Flüchtlinge zeigen ihre selbst gemachte Wanderausstellung vom 28. Mai bis zum 9. Juni 2015.

Mit Hilfe der Ausstellungstafeln erzählen Asylbewerber ihre persönlichen Geschichten vom Leben und Ankommen in Deutschland. Fluchtursachen und Heimatlosigkeit stehen dabei genauso im Fokus, wie der unsichere Aufenthalt im Duldungsstatus. Die Ausstellung nimmt auch Bezug auf andere rechtliche Normierung des Alltags der Flüchtlinge, von der spezifischen sozialen Fürsorge in Form des Asylbewerberleistungsgesetzes über das sogenannte Vorrangprinzip am Arbeitsmarkt, welches die Arbeitsplatzsuche der Flüchtlinge erheblich erschwert bis hin zur Abschiebung.
Auf diese Weise setzen sich die Flüchtlinge auch mit der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik auseinander.
Die Ausstellung wird gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Sport und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen.
Interessierte können im Anschluss an die Ausstellung in der Siegener UB die Wanderausstellung bei den
"Jugendlichen ohne Grenzen" entleihen.

Im Anschluss an die Ausstellung werden die Flüchtlinge im Rahmen der universitären Lehrveranstaltung über ihre Kampagne "Flüchtlinge in Deutschland als Akteure" berichten sowie zu den Themen Selbstorganisation und Empowerment von Flüchtlingen für Flüchtlingen im Seminar einen eigenen Workshop veranstalten. Die Lehrveranstaltung, die im Master-Studiengang Bildung und Soziale Arbeit angeboten wird, beschäftigt sich mit der Bedeutung von sozialen Bewegungen in der Flüchtlingspolitik für die Verbesserung der Lebensverhältnisse geflohener Menschen. "Da lag es nahe, eine solche Gruppe einzuladen und selbst von ihrer Arbeit erzählen zu lassen" so Andreas Kewes, der das Seminar leitet. "Dass dann die 'Jugendlichen ohne Grenzen' auch noch anhand einer selbst gestalteten Wanderausstellung den Gegenstand ihrer Arbeit aufarbeiten, nehmen wir gerne in Anspruch.
In der Universitätsbibliothek kann die Ausstellung dann auch einem größeren Kreis von Interessierten zugängig gemacht werden", so Kewes weiter.
Die Eröffnung der Ausstellung "Flüchtlinge in Deutschland als Akteure" fand am 28. Mai 2015 um 16:00 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek statt. Hierbei haben die Ausstellungsmacher auch eine kurze Einführung in ihre Arbeit gegeben.

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20.04.2015 -13.05.2015: Migration und Esskultur

Bild verschieden Gerichte

Der Geschmack der Heimat, der Geschmack der Fremde

Pizza, Döner, Paella, Gyros – diese Gerichte erscheinen uns heutzutage kaum mehr als fremd. Doch sie wurden erst in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland heimisch, ebenso wie die Menschen, die sie mitbrachten.

Diesen Prozess haben Studierende des Historischen Seminars der Universität Siegen im Rahmen einer Lehrveranstaltung  unter der Leitung von Dr. des. Daniela Fleiß untersucht.
Die Ergebnisse ihrer Forschung über „Migration und Esskultur“ präsentieren sie ab dem 20. April in einer Ausstellung im Foyer der Universitätsbibliothek.

Ernährung und Migration stellen zwei eng miteinander verflochtene Phänomene dar. Migrantinnen und Migranten nehmen die ihnen jeweils spezifische Art der Ernährung als Teil ihres kulturellen Gepäcks mit auf den Weg in die neue Heimat, um sich ihrer eigenen Identität zu vergewissern. Die aufnehmende Gesellschaft erkennt die Migrantinnen und Migranten nicht zuletzt durch ihre Ernährungsgewohnheiten als Andere, als Fremde.
Ziel des Seminars war es, erstens die identitäts- ebenso wie die differenzstiftende Wirkung von Traditionen im Bereich der Ernährung zu erforschen und zweitens die Überwindung dieser Differenzen im Laufe des Akkulturationsprozesses durch die Veränderung der Ess- und Trinkgewohnheiten sowohl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, als auch der Aufnahmegesellschaft zu betrachten.
Dazu untersuchten die rund 20 Studierenden die Wanderung von sieben verschiedenen Hauptgruppen von Migrantinnen und Migranten, die aus unterschiedlichen Motiven und aus verschiedenen Teilen der Welt in der Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach (West-)Deutschland gezogen waren.
Gleichzeitig warfen sie einen Blick auf die im damaligen Deutschland vorherrschende(n) Esskultur(en) und die Kontakte der Deutschen mit ausländischem Essen vor 1939.
Ihre Forschungsergebisse stellen die Studierenden in Form von Postern und animierten Präsentationen im Foyer der Universitätsbibliothek der Hochschulöffentlichkeit ebenso wie interessierten Siegener Bürgerinnen und Bürgern vor.
„Das Thema ist nicht nur in der Wissenschaft noch recht neu und daher von besonderem Interesse für die historische Forschung, sondern bietet ebenso allen Besucherinnen und Besuchern ohne Vorkenntnisse auf dem Gebiet interessante Einblicke in fremde Esskulturen, die sie leicht mit ihren eigenen diesbezüglichen Erfahrungen abgleichen können“, begründet Dr. des. Fleiß ihren Schritt, die Ergebnisse des Seminars durch eine Ausstellung öffentlich zu machen.

Möglich machte dies die Unterstützung der Universitätsbibliothek und des Historischen Seminars.

Damit die Besucherinnen und Besucher nicht nur die Esskultur anderer Länder und Regionen in Form von Präsentationen vor Augen, sondern den Geschmack auch auf der Zunge haben, wurden zur Ausstellungseröffnung am 20. April ab 17 Uhr in der UB auch kleine Snacks mit Zuwanderungsgeschichte gereicht.

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