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Ausstellungen

Die UB Siegen nutzt den Eingangsbereich in der Hauptbibliothek Adolf-Reichwein-Straße (AR) zur Präsentation wechselnder Ausstellungen.
Angehörige der Universität präsentieren Forschungsergebnisse oder Seminararbeiten, Künstlerinnen und Künstler der Region ihre Werke. Das Spektrum dessen, was ausgestellt werden kann, ist breit: Forschungsdokumentationen, Kunst, private Sammelleidenschaften, Wanderausstellungen und vieles mehr.

Ansprechpartner

Dr. phil. Jessica Stegemann
Hauptbibliothek Adolf-Reichwein-Straße (AR), Raum 203
Tel.: 0271/740-4285
stegemann@ub.uni-siegen.de

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Die nächste Ausstellung

Liebe der Stierin

 

Billige Bilder

Populäre Kunstgeschichte in Monografien und Mappenwerken seit 1900 am Beispiel Albrecht Dürer

Eine Ausstellung von Studierenden der Universität Siegen unter Leitung von Prof. Dr. Joseph Imorde und Dr. Andreas Zeising in der Universitätsbibliothek der Universität Siegen, 25. Oktober – 30. November 2016

Seit etwa 1890 ermöglichte das neue fotomechanische Reproduktionsverfahren der Autotypie die drucktechnische Vervielfältigung fotografischer Vorlagen in großen Auflagen. Verlagshäuser wie E. A. Seemann in Leipzig und andere spezialisierten sich seither auf die Herstellung preiswerter Künstlermonografien und Bildmappen, mit denen die berühmten Werke der Kunstgeschichte in jedem Haushalt Einzug halten sollten. In der breitenwirksamen Vermittlung wandelte sich die Kunstgeschichte von einer bildungsbürgerlich-elitären Disziplin zu einer Populärwissenschaft, in der die bildliche Reproduktion eine eigenständige Aussagekraft gewann. Reihenwerke wie die »Blauen Bücher« oder »Der Eiserne Hammer« traten mit dem volkspädagogischen Anspruch an, die veredelnde Wirkung der Kunst nunmehr auch und gerade den bildungsfern sozialisierten Schichten zuteil werden zu lassen.
Dem Problemfeld des »billigen Bildes« widmet sich mit einer Vielzahl von Exponaten aus der Zeit von 1900 bis in die Fünfziger Jahre nun eine Ausstellung, die vom 25. Oktober bis 30. November 2016 im Foyer der Universitätsbibliothek Siegen zu sehen sein wird.
Sie zeigt, wie die Reproduktion von Kunst den Buchmarkt eroberte und welche bildungspolitischen und ideologischen Interessen sich mit der Devise »Kunst für Alle« verbanden.
Die Ausstellung ist im Rahmen eines kunstwissenschaftlichen Seminars mit Studierenden der Universität Siegen erarbeitet worden.
Ziel war es, heute weitgehend vernachlässigte Bereiche der populären Kunstvermittlung seit 1900 an Originaldokumenten zu veranschaulichen. Das thematische Zentrum bildet dabei das Werk des Malers und Grafikers Albrecht Dürer (1471–1528), der in Deutschland wie kein zweiter in Monografien und Bildmappen breitenwirksam popularisiert wurde. Die immer wieder behauptete »Volkstümlichkeit« von Dürers Bildern war mehr als nur eine geschickte Strategie der Vermarktung. Sie war auch Ausdruck einer Sehnsucht nach einer nationalen Identität jenseits von Klassengegensätzen und Bildungsbarrieren, die im Medium des massenhaft verbreiteten Bildes ihre materielle Entsprechung finden sollte. Nicht zuletzt machen die Exponate der Ausstellung deutlich, wie sehr an das künstlerische Bild und seine kunsthistorische Vermittlung im Wilhelminischen Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im »Dritten Reich« der Anspruch herangetragen wurde, die Adressaten innerlich zu einen und in Gleichklang zu versetzen.
Zur Eröffnung der Ausstellung am 25. Oktober 2016 um 18.00 Uhr im Senatssaal der Universitätsbibliothek spricht  Prof. Dr. Joseph Imorde, Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Siegen.

 

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