11.10.2010 - 30.10.2010: Sozialfotografie heute

Foto zur Ausstellung Sozialfotografie heute

Eine Ausstellung von Studierenden des Seminars Theorie und Praxis der Sozialfotografie, Kompetenzwerkstatt II des Fachbereichs 2, BA-Studiengang Soziale Arbeit.
Betreuender: Dr. André Müller

Im Rahmen eines Seminars zu "Theorie und Praxis der Sozialfotografie" haben sich Studierende mit der Geschichte, aber auch mit den Produktions- und Rezeptionsbedingungen der Sozialfotografie auseinandergesetzt. Eigene fotografische Projekte wurden konzipiert, diskutiert und umgesetzt.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die von den Studierenden realisierten Konzepte und zeigt zudem exemplarisch unterschiedliche Optionen eines ethisch und juristisch praktikablen Herangehens an die mediale Präsentation sensibler Thematiken im weiteren Umfeld der Sozialen Arbeit.

Die Ausstellung wird am Montag, 11. Oktober 2010, um 14:00 Uhr im Foyer der Universitäts­bibliothek (Adolf-Reichwein-Straße 2), vom Bibliotheksleiter Werner Reinhardt und Dr. André Müller eröffnet, der auch in die Thematik einführen wird.

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11.05.2010 - 11.06.2010: Stolpersteine im Kreis Siegen-Wittgenstein – Gedenken im öffentlichen Raum

Foto: Stolpersteine

Eine Dokumentation des Aktiven Museums Südwestfalen und des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit gezeigt im Foyer der Universitätsbibliothek vom 11. Mai bis zum 11. Juni 2010.

Auf 23 Tafeln im Format 80 x 60 cm sind verschiedene Stolpersteine abgebildet, die der Kölner Künstler Gunter Demnig hergestellt hat. Neben einem Foto des Steins/der Steine sind jeweils die Biografien der Opfer des NS-Systems sowie Fotos der betreffenden Personen zu sehen. Die dokumentierten Opfer betreffen zur Hälfte die Altkreise Siegen und Wittgenstein. Die nachgezeichneten Biografien in der Ausstellung entstammen unterschiedlichen Opfergruppen: So wird aus dem Leben von Juden, sogenannten „Zigeunern“, einer Zwangsarbeiterin, eines sozial abgestürzten Menschen oder einer zum Christentum übergetretenen jüdischen Familie erzählt.

Frau Gisela Weissinger und Rainer Becker haben die Tafeln für Wittgenstein erstellt, Klaus Dietermann die für den Altkreis Siegen. Klaus Merklein fotografierte alle 146 bisher verlegten Stolpersteine, die im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind. Die Verlegung der letzten Stolpersteine erfolgte am 17. April in Siegen.
Die nächste Verlegung ist für den 28. April in Bad Laasphe geplant. Dies belegt, dass das Projekt Stolpersteine noch nicht beendet ist. Die Spender oder Paten der einzelnen kleinen Gedenksteine handeln aus sehr unterschiedlichen Motiven, um an die ehemaligen Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Mal sind es Verwandte, die an ihre ermordeten Vorfahren erinnern wollen, mal sind es Nachbarn, die den Namen ihrer ehemaligen Nachbarn dem Vergessen entreißen möchten. 95 € pro Stein sind zu entrichten, wer eine solche Erinnerung plant. Die Steine werden jeweils im öffentlichen Gehweg vor der letzten frei gewählten Wohnung des Opfers in den Boden eingesetzt.
Hinter der Idee des Stolpersteins steckt, dass diejenigen, die den Namen des Opfers und seine biografischen Daten auf dem Stein lesen möchten, nach unten blicken und sich somit vor dem Opfer verneigen.

Die Federführung des Projekts liegt beim Stadtjugendring Siegen. Wer daran interessiert ist, Steine zu spenden, kann sich an diesen wenden.

146 Steine sind bis heute im Kreis Siegen – Wittgenstein in den Städten Siegen und Hilchenbach sowie Bad Berleburg und Bad Laasphe verlegt worden.

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13.04.2010 - 06.05.2010: Häupter – Gesichter der Hauptschule

Foto: Porträtfoto einer Schülerin

Eine Fotoausstellung zum Thema "Individuen fördern!" von Dr. Bernhard Kleibrink präsentiert im Foyer der Universitätsbibliothek vom 13. April bis zum 6. Mai 2010.

Das Ansehen von Hauptschülern in der Öffentlichkeit ist zu Unrecht oftmals gering.
Die Fotoausstellung von Dr. Bernhard Kleibrink zeigt im wahrsten Sinne des Wortes ein anderes Bild dieser jungen Menschen.

Ein Bild, das ihre Ausstrahlung und Würde zeigt. Sie alle verdienen Beachtung und müssen individuell betrachtet werden. So wie die Fotos dieser Ausstellung. Individuelle Förderung ist das Gebot der Stunde in den Schulen unseres Landes. Dies gilt unabhängig davon, wie sich die Schulform Hauptschule in Zukunft entwickeln wird. Nur wenn wirklich ernsthaft in das Bildungssystem investiert wird, werden auch diese jungen Leute eine faire Chance haben. Schulen brauchen mehr Lehrer, geringere Klassenstärken und eine bessere Ausstattung.


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04.03.2010 - 30.03.2010: Gedankensprünge

Bild zur Ausstellung Gedankensprünge

Die vom Deutschen Sport & Olympia Museum erstellte Wanderausstellung zur Geschichte des Hochschulsports in Deutschland anlässlich der Woche des Hochschulsports 2009 kommt an die Universität in Siegen!

Die Zentrale Betriebseinheit Sport und Bewegung der Universität Siegen präsentiert im Foyer der Universitätsbibliothek eine interessante und abwechslungsreiche Ausstellung zum Hochschulsport in den letzten sechs Jahrhunderten.
Unterstützt wird diese Ausstellung vom Innenministerium NRW, dem Landessportbund NRW, der Landesrektorenkonferenz NRW, dem ADH (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband), der Landeskonferenz NRW für den Hochschulsport und der AG der Studentenwerke.

Die Besucherinnen und Besucher werden mit zahlreichen farbenfrohen Plakatwänden über den akademischen Sport in Deutschland informiert.
Viele Sportarten wurden seit dem Mittelalter in den Hochschulen angeboten und erfolgreich betrieben.
Dabei sind etliche große Sportkarrieren, die sich bei den Studentenmeisterschaften und Olympische Spielen bewiesen, eng mit dem Hochschulsport einer Universität verbunden.

Die Wanderausstellung ‚Gedankensprünge’ lädt alle Interessierten ein, die sich unterhaltsam ein detailliertes Bild über den Hochschulsport, seine Angebote und Erfolge machen möchten.

Die Ausstellung kann vom 4. März bis zum 30. März 2010 im Foyer der Universitätsbibliothek (Hauptbibliothek, Adolf-Reichwein-Straße 2) besucht werden.

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14.01.2010 - 26.02.2010: Der Schlaf der Vernunft – Goyas Capricho 43 und seine Rezeption in Bildkunst, Literatur und Musik

Foto: Capricho 43

Eine Ausstellung gezeigt im Foyer der Universitätsbibliothek in Zusammenarbeit mit dem FB 3, Romanistik, vom 14. Januar bis zum 26. Februar 2010.


Konzeption: Prof. Dr. Helmut C. Jacobs (Universität Duisburg-Essen, Institut für Romanische Sprachen und Literaturen)
Initiator: Prof. Dr. Christian von Tschilschke (FB 03 Romanistik)

Neben Picasso gilt Francisco de Goya (1746-1828) heute als einer der aktuellsten Maler Spaniens. Es ist ein besonderes Charakteristikum, dass sich die Ausstellung auf ein einziges Bild von Goya konzentriert, dieses aber in einen umfassenden Kontext einordnet und seine besonders starke Wirkung im Laufe von zwei Jahrhunderten zeigt: 1799 erschienen Goyas 80 Caprichos, von denen das 43. Blatt in einem Zeitraum von über zwei Jahrhunderten das bekannteste und berühmteste wurde. Zu Recht gilt das Capricho 43 als programmatisches Bild, nicht nur für die Caprichos selbst, für die es ursprünglich als Titelblatt vorgesehen war, sondern auch in einem viel umfassenderen Sinne: nämlich als Signatur der sich ihrem Ende zuneigenden Epoche der Aufklärung an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert oder als markante Bruchstelle, in der die Moderne ihren künstlerischen Ausdruck findet. Es geht um Grundsätzliches: letztlich um nichts Geringeres als um die beunruhigende Frage des Menschen nach den Bedingungen und Grenzen seiner künstlerischen Produktivität und Phantasie, aber auch um die Frage nach dem Verhältnis von Vernunft und Einbildungskraft im schöpferischen Prozess.
In der aktuellen Forschungsdiskussion ist das Capricho 43 ohne Zweifel eines der am meisten gedeuteten Bilder des 18. Jahrhunderts. Ein besonderer, bis in die aktuelle Gegenwart reichender Aspekt des Bildes sind die von ihm ausgehenden interkulturellen Transfer- und Rezeptionsprozesse in fiktionaler Literatur, Essayistik, Bildkunst, Videokunst und Musik, die anhand von signifikanten Beispielen gezeigt werden sollen. So hat das Capricho 43 im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Kunstwerke angeregt, die von diesem Bild inspiriert sind oder in einer jeweils aktualisierten Neufassung hierauf reagieren. Zu den Malern, die sich mit dem Bild intensiv künstlerisch auseinandergesetzt haben, zählen immerhin Künstler wie Delacroix, Grandville, Manet, Ensor, Klinger, Dalí, Lörincz oder Noßmann. Unter den Literaten finden sich Namen wie beispielsweise Théophile Gautier, Rafael Alberti, Antonio Buero Vallejo, Camilo José Cela, Lion Feuchtwanger, und Günter Grass.
Die Ausstellung zeigt auch bislang verborgen gebliebene Einblicke in das Bild selbst, vor allem durch neue Erkenntnisse über die, wie erstmals plausibel gezeigt wird, streng proportionalen Strukturen des Capricho 43 und über seine unterschiedlichen Ordnungsprinzipien, die in ihm miteinander kontrastieren und dadurch, dass sie synchron in ihm wirken, sich gegenseitig relativieren und so Vieldeutigkeit erzeugen.

Die Ausstellung ist aufgeteilt in folgende sieben Themenschwerpunkte:
1. Die Versionen des Capricho 43
2. Strukturelle Aspekte des Bildes
3. Bildvorlagen und literarische Inspirationsquellen
4. Kontexte im Werk Goyas
5. Die Rezeption in den bildenden Künsten
6. Die Rezeption in der Literatur
7. Die Rezeption in der Musik

Fotos zur Ausstellungseröffnung

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